21 offensichtliche Antworten auf 25 Fragen zu Flüchtlingen und den Folgen

Der Post ist ein Kommentar von mir auf einen Post von Hugo Müller-Vogg (ob er dort in den Kommentaren erscheinen wird weiß ich nicht – ich habe ihn jedenfalls 2x auf „Absenden“ geklickt):

Da die Fragen offenbar immer noch unbeantwortet bleiben, habe ich mich mal hingesetzt und 21 Ihrer Fragen auf Anhieb mit dem Offensichtlichen beantwortet:

1. „Einmalig“ dauert wenigstens so lange wie die Situation in Syrien dafür sorgt dass Menschen fliehen und Transitländer sie ohne  Registrierung passieren lassen.

2. Sie werden es nicht vergessen, sie werden sich diese Lektion aber nicht in Ihrer unvollständigen Version merken, sondern in folgender: „Rechtsbruch lohnt sich, wenn das Recht den Menschen das Lebensnotwendige verwehrt.“ Das Demonstrieren und Kämpfen für die eigenen Interessen ist im Übrigen ein wichtiges Grundrecht in einer Demokratie.

3. Genauso hilflos wie wenn Flüchtlinge dies tun.

4. Nein. Die Gesetze die das Recht auf Asyl regeln kennen Sie vermutlich besser als ich.

5. Nein. Wenn in einen Land die minimalen Lebensstandards nicht gegeben sind oder Gewalt droht wäre das auch unverantwortlich.

6. Nicht so sehr. Aber das ist OK, siehe Punkte 2 und 5.

7. Puh, ich bin kein Jurist, aber warum sollte es so ein Gesetz geben? So eine Art Berufsverbot für unliebsame Anwälte erinnert mich an die Rechtskultur in Staaten, die mit unserer westlich-demokratischen Leitkultur überhaupt nicht harmonieren.

8. Ja. Leider gibt es im Land viele Hinterwäldler, die noch nicht viel von der Welt gesehen haben und daher von rassistischer Angstmacherei leicht zu beeindrucken ist. Mit denen will es sich vor allem die CDU nicht verscherzen.

9. Weil die Flüchtlinge keine homogene Gruppe sind, sondern ein Querschnitt durch die Gesellschaft. Fehlende Integrationskurse und Deutschkurse tragen auch dazu bei, dass die Neuankömmlinge unter ihren Möglichkeiten bleiben.

10. Die Formel ist falsch. Richtig ist: Unter den Flüchtlingen existieren Fachkräfte. Ob man zusätzliche Fachkräfte aus dem Westbalkan aufnehmen will hängt von der Menge ab, die benötigt wird.

11. Ob sich Zugezogene in die Gesellschaft integrieren hängt wesentlich davon ab, ob ihnen durch Deutsch- und Integrationskurse und Zugang zum Arbeitsmarkt die Möglichkeit dazu gegeben wird.

12. Ja, da die Flüchtlinge einen Querschnitt durch die Gesellschaft darstellen, würde der Anteil der Parallelgesellschaftsangehörigen mit dem Flüchtlingsstrom absolut zunehmen, relativ allerdings gleich bleiben.

13. Das hängt ganz von den entstehenden Schwierigkeiten ab. Bedauerlicherweise wird es aber mit Sicherheit Personen geben, die, anstatt die Schwierigkeiten selbst zu bekämpfen, die Schuld bei den Flüchtlingen suchen und sich politisch gegen sie organisieren werden.

14. Nichts. An einem guten Bildungssystem muss gearbeitet werden, ganz egal woher die Schüler kommen.

15. Der Erfolg des Bildungssystems entscheidet sich nicht daran, ob an einzelnen Schulen in einzelnen Stadtteilen deutsche Kinder in der Minderheit sind. Was an diesen Schulen zu tun ist, wissen die Betroffenen vermutlich selam besten. Man sollte ihnen die notwendigen Ressourcen zur Verfügung selbst am besten.

16. Da Flüchtlinge ein Querschnitt durch die Gesellschaft darstellen, wird die Anzahl der funktionellen Analphabeten mit den Flüchtlingen absolut vermutlich steigen und relativ gleich bleiben.

17. Wenn sich Durchschnittsverdiener nur wenige Wohnungen in Ballungsräumen leisten können, und nun auch noch Flüchtlinge dort nach Wohnungen suchen, dann wird sich der Durchschnittsverdiener offenbar auch in Zukunft nur wenige Wohnungen in Ballungsräumen leisten können. Von daher hat Dieter Reiter recht. Die Lösung beschrieb Ramsauer mit „Bauen, bauen, bauen“, und die funktioniert völlig unabhängig davon, ob es Flüchtlinge sind oder reiche Scheichs, die dort nach Wohnungen suchen.

18. Das ist wirklich eine gute Frage! Die hätte ich gerne von unserem Finanzminister beantwortet. Wie wollen wir mit pleite gegangenen Kommunen umgehen, die – übrigens aus ganz anderen Gründen als den Flüchtlingen – überschuldet sind und an sozialen Ausgaben sparen, oder auch mit Essen, die ihr Geld verzockt haben?

19. Geld, dass durch eine Steuererhöhung eingenommen wird, für einen bestimmten Zweck einzusetzen, ist ungefähr genauso aussichtsreich wie in einem Schwimmbad nur in eine einzige Ecke zu pinkeln. Von daher wird die Reaktion auf die Steuererhöhung sehr individuell ausfallen, aber nichts Grundsätzliches an der Weltanschauung der Helfer ändern.

20. Ja. Dass manche Menschen einen Schuldigen für ihr persönliches Elend suchen und finden werden, lässt sich wohl nur langfristig durch Aufklärung und Bildung, aber nie ganz verhindern.

21. Kirchen engagieren sich jetzt schon. Mal sehen, wie viel dort noch möglich ist.

22. Keine Ahnung. Wenn Sie die Antwort interessiert, sollten Sie dort nachfragen. Bitte tragen Sie die Antwort in Ihrem Artikel nach.

23. Sofern Sie sich als Journalist betrachten, würde ich Ihnen vorschlagen, dass einmal zu recherchieren. Ich würde diesen Artikel mit Interesse lesen.

24. Hier muss ich leider passen. Was Sigmar Gabriel sagt und meint, ist wirklich nicht so einfach zu ergründen.

25. Das kommt darauf an, wie Sie „besser“ definieren. Sollten Sie „gut“ mit „weiße Hautfarbe“ und „christlich“ assoziieren, müssen wir Ihre Frage verneinen. Sollten Sie „gut“ mit „Hilfe für Menschen in Notlagen“, „Einsatz für Menschenrechte“ und „Solidarität mit den Schwachen“ assoziieren, dann muss man Ihre Frage bejahen.

Gern geschehen!

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